Salzsee Siwasch




Der Siwaschsee (kurz Siwasch genannt) trennt das Festland von der Halbinsel Krim. Das Haff ist sehr flach und buchtenreif und liegt westlich des Asowschem Meers.

Da es nur eine einzige Verbindungsstelle mit dem Asowschem Meer gibt und das Gewässer mit maximal 3 Metern Tiefe sehr flach ist, sind die Bedingungen für den extrem hohen Salzgehalt gegeben.

Im südlichen und westlichen Teil des Siwaschsees erreicht der Salzgehalt sogar die 10% Marke. Da können nicht einmal die Ozeane mit nur 3,5% mithalten.

Der Boden der Gewässer ist mit einer 5 Meter dicken Schlammschicht (Feinkohle) bedeckt, in der auch starke Salzablagerungen zu finden sind. Der Name „faules Meer“ rührt daher, dass die Sonne im Sommer das Wasser so stark aufheizt, dass sich ein unangenehmer Geruch verbreitet.

Übrigens trocknen im Sommer große Flächen sogar komplett aus, was zu einer Landschaft führt, die einer Salzwüste ähnelt. Das führt dazu, dass der Salzgehalt in den verbliebenen Wasserflecken weiter ansteigt, teilweise bis zu 30%. In diesem Fall spricht man von einer sogenannten „Sole“. Die Farbe einer Sole ist rosa gefärbt, was an der enthaltenen Mikroalge Dunaliella Salina liegt.

Die Sole des Siwaschsees enthält unter anderem Kalium-, Natrium- und Magnesiumchloride, sowie Magnesiumbromid, Magnesiumsulfat und eine ganze Reihe weiterer Salze.